Wie angekündigt, haben wir uns den Besuch der Nikon Solution EXPO 2012 nicht entgehen lassen. Nachdem Nikon die letzte Messe 2008 in Köln ausgerichtet hatte, war es etwas still geworden. Das Unglück in Japan hat auch hier seine Schatten geworfen – wenngleich es uns nicht annähernd so hart getroffen hatte, wie die zahllosen Japaner in der Nähe des AKWs.
Es geht los
Zum Glück ist die Anfahrt von Wuppertal nach Essen keine Weltreise und so machten wir – Volker Biermann und ich – uns auf, um in den heiligen Messehallen Essens den Photoolymp zu betreten und uns hemmungsloser Träumerei und Kaufwunschnährung hinzugeben. Worauf wir uns freuen könnten war ja hinlänglich bekannt. D800, D800e und D4 waren ein Muß. Auch die Seminare zum CLS (Creative Light System) sollten besucht werden, ich wollte unbedingt Maike Jarsitz zu Lightroom hören und Volker nahm sich das Softwarepaket von Nikon auf den Schirm.
Erste Eindrücke
Obwohl die Parkhäuser sehr gut befüllt waren, war der Andrang im ersten Eindruck nicht zu überfüllt eingeschätzt worden. Immerhin gab es in den Gängen kein Schubsen und Drängeln, so daß wir in einer guten 3/4tel Stunde den ersten Rundgang hinter uns gebracht hatten. Warum die Gänge so begehbar waren, konnten wir sehen, als wir in die Räume der Workshop und Seminare schauten. Kein freier Sitzplatz und in den Gängen und Eingangsbereichen drängelten sich die Besucher dicht an dicht. Leider waren nicht alle Lehrkräfte der deutschen Sprache mächtig
Der zweite Eindruck
Insgesamt war die Messe übersichtlich aufgebaut und schnell durchforstet. Alte Bekannte zeigten Ihre Produkte und räumten sogar 10% Messerabatt ein (so bei California Sunbounce), was sicherlich manch einem Besucher Tränen in die Augen trieb (wohl vor Lachen, denn vor Dankbarkeit). Immerhin hat der arglose Besucher 25,00 Euro Eintritt zu zahlen, was aber die Mehrzahl der Anwesenden wohl eher nicht getan haben dürfte. Immerhin konnte man kostenlose Eintrittskarten via Internet bestellen ![]()
Aber wa rede ich, schaut doch einmal selbst, was so geboten wurde:

Auch Szenepromis waren zu sehen. Hier ist Maike Jarsetz

Sehr beliebt: Die "Schießbude". Einmal durch ein richtig teures Glas schaun ...

Warum sich ausgerechnet dieser Dickhäuter für CLS interessierte blieb ungeklärt.

Wer kein Geld hat mal sich eine Nikon ...? Nein, ein Airbrushkünstler in Aktion.
Fazit
Insgesamt ist bei uns der Funke nicht übergesprungen. Die Modell-Neuigkeiten warren bekannt und dementsprechend intensiv umringt. Jeder wollte eine D4 in der Hand halten – was im Medienmarkt halt nicht geht. Die Zusammensetzung der rstlichen Aussteller war so harmonisch ausgesucht, daß es kein erkennbares Highlight gab. Immerhin war der Eintritt frei und die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Den Samstag werde ich mir dann wohl schenken und lieber in die Botanik gehen, um ein paar Motive einzufangen. Möglicherweise ist das sogar der Sinn des Hobbies – ich werd mal drüber nachdenkenlassen




Tröste Dich, vor drei Jahren gab es so eine Messe auch in Köln, auch da waren die “Highlights” rappelvoll, ansonsten waren echte Highlights Fehlanzeige, diese Messen sind mehr ein Stelldichein für die elitäre Szene, die sich jährlich trifft, wo aber für Innovationen und interessante Nischen kein Platz zu sein scheint, denn die grossen Marken wie Nikon und Adobe inszenieren sich in der Hauptsache selbst, um die Dominanz ihrer Marken zu demonstrieren;-)
Fazit: reisst nicht mehr vom Hocker;-)